Rezension zu: „Die Katzen von Montmartre“
Pariser Charme gepaart mit dem Spürsinn von Samtpfoten
Tessa
Korber
Seiten:
252
Erschienen:
2016
Einband:
Broschiert
Preis: 9,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-3442714445
Krimis
sind für mich etwas zum Entspannen. Allerdings mag ich es nicht so gerne, wenn
es von der ersten bis zur letzten Seite vor Blut und Brutalität nur so wimmelt.
Ein schlichter Nervenkitzel genügt mir. Gerade Krimis in denen Vierbeiner die
Ermittlerrolle übernehmen, finde ich besonders gut und oft auch gelungen. Der
Krimi „Die Katzen von Montmartre“ bietet vieles: Nervenkitzel, Spannung und ein
unerwartetes Ende.
Dieses
vermittelt ein Hauch von Sherlock Holmes und weckt die Neugier des Betrachters.
Die
Autorin
Tessa
Korber wurde 1966 in Grünstadt in der Pfalz geboren. Sie studierte in Erlangen
Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und promovierte im
Fachbereich Germanistik. Tessa Korber hat eine ganz besondere Beziehung zu Katzen
und besitzt selbst einige, mit denen sie zusammen mit ihrem Mann in der Nähe
von Würzburg lebt.
Klappentext
Die
Katzen von Montmartre sind überall gegenwärtig. Sie liegen auf den Steinen des
Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den
Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen sehen und hören
vieles, was den Menschen entgeht. Auf dem Friedhof wird die Leiche eines jungen
Mädchens gefunden und zur gleichen Zeit verschwindet Grisette, der Schwarm
aller Kater von Montmartre.
Gibt
es einen Zusammenhang zwischen dem toten Mädchen und dem Verschwinden von
Grisette? Die Katzen nehmen die Ermittlungen auf.
Schreibstil
Flüssig
geschrieben und nachvollziehbare Zusammenhänge gepaart mit lebendig
beschriebenen Plätzen geben diesem Buch eine gewisse Spannung, auch wenn hier
nicht das Blut in Strömen fließt!
Inhalt
Schon
der Anfang ist liebenswert. Dort begrüßt der Kater Bonnard den Leser und stellt
sich vor. Nach und nach werden alle anderen Darsteller vorgestellt. Und zwar
alle: die Vier- und Zweibeiner.
Neben
Bonnard ist eigentlich noch der Inspektor der herausragende Charakter des
Buches.
Der
Friedhofskater Bonnard ist ein kleiner Philosoph, er liebt es zuzuhören, was
ihm die Besucher des Friedhofes erzählen. All die kleinen und großen Probleme
und natürlich auch die eine und andere düstere Episode. Dann wären da noch die
mütterlich-sanfte Suzanne, die bei Madame Valladon, der Bäckerin, wohnt, den
weisen alten frei lebenden Künstlerkater Degas, der so manches in seinem Leben
erlebt hat, die reizende Grisette der Kioskbesitzerin, den halbstarken Kater
Matisse von Monsieur Matisse und die beiden Lausbuben Miro und Pablo.
Dann
wäre da noch der Commissaire Bonenfant, der sich schwer tut mit seinem Leben
und ein wenig damit hadert.
Der
Kern des Romans bildet jedoch das merkwürdige Verschwinden von Grisette und der
Mord an einem jungen Mädchen.
Commissaire
Jules Bonenfant beginnt seine Ermittlungen im Fall des ermordeten Mädchens und
die Katzengang um Bonnard ermittelt in Sachen der verschwundenen Grisette.
Schon
bald ist ersichtlich, dass diese beiden Fälle irgendwie in Zusammenhang stehen
und so kreuzen sich die Wege der unterschiedlichen Ermittler!
Der
Leser erhält einen tiefen Einblick rund um den Montmartre, nicht zuletzt durch
die vielen - teils auch düsteren - Geheimnisse, die die samtpfotigen Ermittler
lüften.
Fazit
Das
Setting des Romans bedient auf authentische Weise das Klischee das Pariser
Künstlerviertels Montmartre. Die lebensechte und realistische Beschreibung
aller Details - wie z.B. die gepflasterten Straßen mit ihren Künstlerständen,
den Straßenmusikanten sowie den vielen Cafés, machen dieses Buch so hautnah
realistisch. Dieses Buch beschreibt dies alles aus der Sicht der Katzen und so
lernt der Leser auch Ecken und Winkel kennen, die nur eine echte Straßenkatze
kennen kann.
Ein
Katzenkrimi, der nicht nur Katzenfans gefallen wird!
Rezensionsexemplar
Alle
hier verwendeten Bilder und Texte wurden von mir gemacht und unterliegen meinem
Copyright! Sie dürfen ohne meine ausdrückliche Einwilligung nicht genutzt
werden. Bilder des Verlages unterliegen dessen Copyright und werden von mir
separat gekennzeichnet. Sie wurden mit Erlaubnis der Rechteinhaber
veröffentlicht. Der obenstehende Text beruht auf meiner persönlichen und
ehrlichen Erfahrung mit dem Produkt.
Jeder
Mensch empfindet unterschiedlich und deshalb gibt es keinen Anspruch auf
Allgemeingültigkeit!
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