Montag, 22. Mai 2017

Rezension zu: „Die Katzen von Montmartre“

Pariser Charme gepaart mit dem Spürsinn von Samtpfoten

Tessa Korber
Seiten: 252
Erschienen: 2016
Einband: Broschiert
Preis: 9,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-3442714445
Krimis sind für mich etwas zum Entspannen. Allerdings mag ich es nicht so gerne, wenn es von der ersten bis zur letzten Seite vor Blut und Brutalität nur so wimmelt. Ein schlichter Nervenkitzel genügt mir. Gerade Krimis in denen Vierbeiner die Ermittlerrolle übernehmen, finde ich besonders gut und oft auch gelungen. Der Krimi „Die Katzen von Montmartre“ bietet vieles: Nervenkitzel, Spannung und ein unerwartetes Ende.
Das Cover
Dieses vermittelt ein Hauch von Sherlock Holmes und weckt die Neugier des Betrachters.

Die Autorin
Tessa Korber wurde 1966 in Grünstadt in der Pfalz geboren. Sie studierte in Erlangen Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und promovierte im Fachbereich Germanistik. Tessa Korber hat eine ganz besondere Beziehung zu Katzen und besitzt selbst einige, mit denen sie zusammen mit ihrem Mann in der Nähe von Würzburg lebt.

Klappentext
Die Katzen von Montmartre sind überall gegenwärtig. Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen sehen und hören vieles, was den Menschen entgeht. Auf dem Friedhof wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden und zur gleichen Zeit verschwindet Grisette, der Schwarm aller Kater von Montmartre.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem toten Mädchen und dem Verschwinden von Grisette? Die Katzen nehmen die Ermittlungen auf.

Schreibstil
Flüssig geschrieben und nachvollziehbare Zusammenhänge gepaart mit lebendig beschriebenen Plätzen geben diesem Buch eine gewisse Spannung, auch wenn hier nicht das Blut in Strömen fließt!

Inhalt
Schon der Anfang ist liebenswert. Dort begrüßt der Kater Bonnard den Leser und stellt sich vor. Nach und nach werden alle anderen Darsteller vorgestellt. Und zwar alle: die Vier- und Zweibeiner.
Neben Bonnard ist eigentlich noch der Inspektor der herausragende Charakter des Buches.
Der Friedhofskater Bonnard ist ein kleiner Philosoph, er liebt es zuzuhören, was ihm die Besucher des Friedhofes erzählen. All die kleinen und großen Probleme und natürlich auch die eine und andere düstere Episode. Dann wären da noch die mütterlich-sanfte Suzanne, die bei Madame Valladon, der Bäckerin, wohnt, den weisen alten frei lebenden Künstlerkater Degas, der so manches in seinem Leben erlebt hat, die reizende Grisette der Kioskbesitzerin, den halbstarken Kater Matisse von Monsieur Matisse und die beiden Lausbuben Miro und Pablo.
Dann wäre da noch der Commissaire Bonenfant, der sich schwer tut mit seinem Leben und ein wenig damit hadert.
Der Kern des Romans bildet jedoch das merkwürdige Verschwinden von Grisette und der Mord an einem jungen Mädchen.
Commissaire Jules Bonenfant beginnt seine Ermittlungen im Fall des ermordeten Mädchens und die Katzengang um Bonnard ermittelt in Sachen der verschwundenen Grisette.
Schon bald ist ersichtlich, dass diese beiden Fälle irgendwie in Zusammenhang stehen und so kreuzen sich die Wege der unterschiedlichen Ermittler!
Der Leser erhält einen tiefen Einblick rund um den Montmartre, nicht zuletzt durch die vielen - teils auch düsteren - Geheimnisse, die die samtpfotigen Ermittler lüften.

Fazit
Das Setting des Romans bedient auf authentische Weise das Klischee das Pariser Künstlerviertels Montmartre. Die lebensechte und realistische Beschreibung aller Details - wie z.B. die gepflasterten Straßen mit ihren Künstlerständen, den Straßenmusikanten sowie den vielen Cafés, machen dieses Buch so hautnah realistisch. Dieses Buch beschreibt dies alles aus der Sicht der Katzen und so lernt der Leser auch Ecken und Winkel kennen, die nur eine echte Straßenkatze kennen kann.
Ein Katzenkrimi, der nicht nur Katzenfans gefallen wird!
Rezensionsexemplar
Alle hier verwendeten Bilder und Texte wurden von mir gemacht und unterliegen meinem Copyright! Sie dürfen ohne meine ausdrückliche Einwilligung nicht genutzt werden. Bilder des Verlages unterliegen dessen Copyright und werden von mir separat gekennzeichnet. Sie wurden mit Erlaubnis der Rechteinhaber veröffentlicht. Der obenstehende Text beruht auf meiner persönlichen und ehrlichen Erfahrung mit dem Produkt.

Jeder Mensch empfindet unterschiedlich und deshalb gibt es keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit!

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