Samstag, 16. Mai 2015

Rezension zu "Strandgut" von Gerlinde Kurz


Geheimnisvoll, spannend und ab und an auch eine kleine Poente!

Gerlinde Kurz
272 Seiten
Preis: 15,90 € (D)
Erschienen: 2015
Einband: Hardcover, gebunden
Format: 14,3 x 2,7 x 21,1 cm
ISBN 978-3-8251-7919-9

Von Zeit zu Zeit habe ich doch noch Gelegenheit ein Buch zu lesen, auch wenn ich hierfür etwas länger brauche als andere! Aber eines der Bücher, das mir mal wieder gefallen hat, ist Strandgut, welches ich von Blogg dein Buch zur Verfügung gestellt bekommen habe.
Es ist leicht verständlich, flüssig geschrieben, hier und da spannend und ab und an findet man auch eine kleine Poente!

Das Cover
Dieses knüpft indirekt eine Verbindung zum Thema: ein gestrandetes Schiff, ein im Sand halb vergrabener Schlüssel und im Hintergrund das Meer – Strandgut!

Die Autorin
Gerlinde Kurz hat im Jahr 2012 mit „Sophie und das verschwundene Haus“ ihr Debüt als Autorin gegeben.
Ihre Interessen sind breit gestreut und so hat sie neben dem Romanistik-Studium auch Literatur- sowie Kunstgeschichte studiert.
Sie lebt mit Ehemann, zwei Kindern, einer Katze und ein paar Hasen in Hamburg.

Klappentext
Es sollte eine unbeschwerte Woche auf einer Nordseeinsel für Jakob und Hannah sein – doch dann bringt die Begegnung mit einer alten Frau alles durcheinander. Woher kennt sie Jakob, obwohl sie ihn noch nie gesehen haben kann? Was hat es mit den alten Briefen auf sich, die Jakob und Hannah in einer alten, verrotteten Kiste gefunden haben? Und warum sieht der Junge auf dem Foto in der Wohnung der alten Frau Jakob so ähnlich?
Jakob versucht die ausgegrabenen Briefe zu entziffern – und stößt dabei auf eine Geschichte, die ihren Anfang in den Wirren des Zweiten Weltkrieges fand.
Viele Fragen, die letztendlich nur eine alte Frau beantworten kann, kommen auf.

Inhalt
Jakob ist ohne Vater aufgewachsen. Dessen Familie kennt er auch nicht. Das Einzige was er von seinem Vater hat ist ein Schlüssel und seinen Namen: Jakob.
Jakob musste seine Schule wechseln und lernt dort Hanna kennen, die ihn weiter durch diese Geschichte begleiten wird.
Durch einen Zufall muss die Schule geschlossen werden – eine Magen-Darm-Infektion ist ausgebrochen – und so fahren er und Hanna zu einer Nordsee Insel.
Und genau hier beginnt die eigentliche Handlung dieses Buches.
Die Ereignisse überschlagen sich und erst spät erkennt er, dass alles was passiert, in unmittelbarem Zusammenhang mit seiner Familie steht.

Schreibstil
Aufgefallen war mir ein etwas ungewöhnlicher Schreibstil und eine Satzstellung, an die man sich im Laufe des Buches gewöhnt und diese auch gut nachvollziehen kann.
Nach und nach stellt man fest, dass die Sprache durchaus authentisch und passend ist, wenn man bedenkt, dass das Buch aus Sicht eines Jungens von zwölf Jahren erzählt wird.

Die Protagonisten
Zunächst wäre natürlich Jakob zu nennen, ein Junge, der in seiner alten Schule gemoppt wurde und deshalb wechseln musste. Schnell stellt man fest, dass er nicht nur sehr jung ist, sondern auch einsam. Der Vater fehlt an allen Stellen.
Dann wäre da noch Hanna. Das totale Gegenteil von Jakob. Sie ist fröhlich, lebensbejahend und impulsiv. Vor Tatendrang gerade zu strotzend.
Und natürlich ist da Stine. Eine alte Dame, die etwas verwirrt ist und irgendwie noch in den Wirren des Krieges hängt. Aber letztendlich das Geheimnis um Jakob kennt.

Handlung
Diese Geschichte wird aus Sicht eines zwölfjährigen Jungen geschrieben – aber auf keinen Fall ist es kindlich geschrieben.
In dieser Geschichte verschmelzen eigentlich zwei Geschichten miteinander. Die Geschichte von Jakob, dem zwölfjährigen Schulkind und die Geschichte eines Mannes, der vor den Nazis fliehen musste, weil er ein Jude war.
Den Anfang macht die Geschichte mit einem geheimnisvollen Schlüssel, den Jakob von seinem Vater hat, den er nie kennengelernt hat.
Dazu kommt ein angespülter Teil eines Bootsrumpfes, den er am Strand findet. Darauf befinden sich die Überreste von einigen Buchstaben: „S“ und „T“ – was eventuell „Sturmvogel“ heißen könnte?
Und hier gibt es noch einen kleinen – fast schon kriminellen Aspekt – eine alte Dame wird aus einem Krankenhaus entführt.
Um die Spannung noch zu steigern, kommt das Geheimnis um einige Briefe dazu, die in einer alten Kiste gefunden werden. Auch Bilder, aus einer schrecklichen Zeit spielen eine große Rolle in dieser Geschichte.

Fazit
Das Buch ist spannend und unterhaltsam geschrieben. Ein Familiengeheimnis, das vor so vielen Jahren begonnen hatte, findet ein schönes Ende.
Ein Buch, das gleichermaßen für alt und jung geeignet ist. Vielleicht sogar mehr für die jüngere Generation, da man hier auch einiges aus einer Zeit erfährt, in der das Menschliche oft auf der Strecke blieb. Aber es dann doch noch Menschen gab, die ihr eigens Lebens riskierten, um anderen zu helfen!
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Jeder Mensch empfindet unterschiedlich und deshalb gibt es keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit!

1 Kommentar:

  1. Hallo,

    hört sich gar nicht so schlecht an. Spannung ist immer gut
    LG Tanja

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