Montag, 8. September 2014

Christine Drews - Phönix Kinder - Buchrezesion

Christine Drews
368 Seiten
Preis: 8,99 € (D); 9,30 € (A)
Erschienen: Juli 2014
Einband: Broschiert
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-16992-4

Als Leserate freue ich mich, wenn ich hin und wieder ein Buch über Blogg dein Buch lesen darf. 
Und da ich am liebsten Krimis lese, ist es mir heute eine echte Freude, ein Krimi vorzustellen, der mich tatsächlich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat:
„Phönix Kinder“


Das Cover:
Gibt eindrucksvoll wieder, um was es sich hier handelt. Ein Krimi, der düster ist und die Grausamkeit zeigt, zu der ein Mensch fähig sein kann! Auch im Innern des Einbandes findet sich ein düsteres Bild, dass seine Schatten voraus wirft!
Zur Person:
Christine Drews hat schon früh erkannt, dass ihr Lebensinhalt schreiben ist. Daher wundert es nicht, dass sie schon während ihres Studiums für einige TV-Produktionen gearbeitet hat.
Die Schriftstellerin ist in Osnabrück geboren und aufgewachsen. Der größte Teil der Familie stammt aus dem Münsterland und so kann man verstehen, wie der Bezug zu Münster in den Romanen entstanden ist.
2002 entschloss sie sich, sich selbstständig zu machen und schreibt seitdem nicht nur Drehbücher für Filme, sondern eben auch ihre eigenen Romane. Mit „Phönix Kinder“ hat sie den 2. Roman einer Serie veröffentlicht.

Kurzbeschreibung:
Charlotte Schneidmann und Peter Käfer sind zwei Ermittler, die zu einem Brand gerufen werden. Schauplatz ist ein Seniorenstift mit Namen Sonnenschein.
Ein Brand war auf der Demenzstation ausgebrochen und hat ein Opfer gefordert.
Bei dem Toten handelt es sich um Ludger Steinkampf. Sein Körper weist nicht nur Brandwunden auf, sondern auch spuren von brutaler Gewalteinwirkung. Hat sein ehemaliger Beruf etwas mit diesem mysteriösen tot zu tun? Er war Schadensregulierer für eine Versicherungsgesellschaft.
Die Nachforschungen bringen Charlotte und Peter nicht nur in höchste Gefahr, sondern führen die beiden auch zur Familie des Opfers, das keines Wegs harmonisch miteinander lebt. Außerdem werden düstere Geheimnisse offenbart, die in die Vergangenheit des Opfers reichen.

Handlung:
Schon auf den ersten Seiten wird man in den Bann dieses Buches gezogen. Eine Person beobachtet, wie mehrere Löschzüge begleitet von Notarztwagen zu einem Brand fahren. Das Makabre an dieser Sache ist, dass er diese ganze Situation regelrecht genießt. Vor allem der Geruch nach verbranntem Fleisch – Menschenfleisch – tut ihm gut!
Schon alleine dieser Start, hat mich neugierig auf mehr gemacht. Es ist wirklich erschreckend, wie die Sensationslust in einem geweckt werden kann!

Der Schauplatz ist eine Demenzstation in einem Seniorenheim. Dort wurde ein Mann lebendig verbrannt und vorher gefoltert. Den beiden Ermittler Charlotte und Peter gelingt es schritt für schritte das Leben des Opfers zu enthüllen. Durch die Familie des Opfers bekommen die beiden einen Einblick in die Person Ludger Steinkamp. Sie erfahren, dass es viele Geheimnisse in seinem Leben gab, die selbst die Familie nicht zu kennen scheint.
Während der Ermittlungen stoßen die beiden auf einige Personen, die einen guten Grund gehabt hätten, das Opfer zu töten.

Inmitten dieser ganzen Ermittlungen bleibt dennoch Zeit, sich auch mit dem Privatleben der Ermittler auseinander zu setzten. So erfährt der Leser z.b., dass sich Charlotte an eine neue Beziehung gewöhnen muss. Und Peter, der ist von einer Angehörigen des Mordopfers fasziniert. Beinahe zu fasziniert!
Trotzdem bleiben die Ermittlungen stets im Vordergrund.

Ein Krimi ohne weitere Verbrechen wäre kein richtiger Krimi und so bindet die Autorin in diesem Roman einige interessante Verbrechen hinzu.
Alle diese Verbrechen stehen in unmittelbaren Zusammenhang zum Mord.

Persönliche Anmerkung:
Die verschiedenen Handlungsstränge, in die dieses Buch eingeteilt ist, erlauben einen weitschichtigen Blick. So ist z.B. auch die Sichtweise des Täters eingebunden.
Obwohl man eine leise Ahnung verspürt, wer der Täter sein könnte, bleibt er doch bis zuletzt im Dunkeln.

Was mir gut gefallen hat:
Ist der Schreibstil. Flüssig und gut geschrieben kann man der Handlung ohne Probleme folgen.
Auch wer – so wie ich – das erste Buch nicht kennt, kann hier ohne Schwierigkeiten einsteigen.

Fazit:
Eine spannende Thematik, klassische Ermittlungsarbeit und einige dramatische Szenen sind das Herz dieser Geschichte. Ein gut geschriebener Krimi, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat!

1 Kommentar:

  1. Krimis lese ich auch immer gern. Am liebsten sind mir die Geschichten, die nicht so weit abschweifen und von tollen Landschaften, endlosen Beschreibungen berichten, die eigentlich nichts mit dem Verbrechen zu tun haben. Ich mag es, wenn der Autor sich an das Wesentliche hält und das sind meist die Personen und Indizien.
    LG Elke

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