Montag, 12. März 2012

KoMo - Getreidemühlen mit Tradition

Ich lieb Brot! Vor allem wenn es frisch ist und gut schmeckt. Aber wie ich ja bereits in anderen Berichten geschrieben habe, ist es gar nicht so einfach ein wirklich gutes Brot zu finden. Heute darf ja in handelsübliches Brot ein gewisser Anteil an Altbrot mit eingearbeitet werden. Im Fachjargon nennt man dieses alte Brot "Rückbrot". Dabei handelt es sich zwar um einwandfreies Brot, jedoch ist es ein altes Brot, welches mitunter 2 Tage alt sein kann.
In Deutschland darf Rückbrot bis 6 Prozent mit überwiegendem Weizenanteil und bis zu 20 Prozent mit überwiegendem Roggenanteil, auf Frischbrot berechnet, dem Brotteig zugeben werden!
Schon aus diesem Grunde, kaufe ich seit langer Zeit schon kein Brot mehr bei unseren ansässigen Bäckern und schon erst recht nicht das sogn. Fabrikbrot.
Also bleibt mir eigentlich nichts weiter übrig, als mein Brot selbst zu backen. Ob Weißbrot oder Graubrot, selbst mein Vollkornbrot backe ich selbst. Was mir jedoch immer wieder "aufstößt" ist die Tatsache, daß selbst das Mehl - egal ob Vollkornmehl oder Weizenmehl - oft nicht mehr sehr lange haltbar ist. Was in mir natürlich wieder die Frage aufwirft:
Wie alt mag das wohl schon sein????
Nun da wir hier in der Nähe eine Mühle haben, liegt es ja nah, dort sein Mehl zu beziehen. Aber seit langem hat es mich schon gereizt, mein Mehl selber zu mahlen. Aber wie??
So habe ich mich mal wieder umgesehen und bin auf die renommierten Mühlenbauer "KoMo" gestoßen.
Der begriff KoMo war mir nicht fremd, den bei unserem Biomarkt, steht eine KoMo Mühle, jedoch natürlich eine Gewerbliche.
Also "zog ich aus" eine solche Mühle für den Hausgebrauch zu testen! 
Der Firmenname "KoMo" setzt sich aus den beiden Anfangsbuchstaben der Inhaber zusammen:
Peter Koidel und Wolfgang Mock.
Ein passionierter Mühlenbauer aus Österreich trifft auf einen erfolgreichen Getreidemühlen Entwickler aus Deutschland. Da kann nur was gutes herauskommen, wenn sie deutsches Know How mit österreichischem Know How verbindet!
Und nun blicken beiden auf eine jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit.
Die Idee, daß jeder sein eigenes Brot mit frisch gemahlenem Getreide machen kann, hat sich immer mehr durchgesetzt.
Den tatsächlich ist es so, es gibt nichts gesünderes als frisch gemahlenes Getreide.
Ein klarer Vorteil ist natürlich auch, daß man sich "sein" Getreide aussuchen kann. Das kann man natürlich auch bei bereits gemahlenem Getreide, jedoch kann ich hier wirklich bestätigen, daß es einfach was anderes ist. Schon alleine das Aroma von frisch gemahlenem Getreide - ist vergleichbar mit frisch gemahlenem Kaffee - da liegen wirklich Welten dazwischen.

Ich durfte nun eine solche Mühle testen und bin so begeistert, daß ich niemanden an diese Mühle heranlasse. Selbst mein Mann würde sie gerne einmal ausprobieren, aber ich wache über diese Mühle mit Argusaugen!

Und hier nun mein Testbericht dazu:
Mein Testobjekt ist die KoMo Getreidemühle "Fidibus Medium". Erinnert mich ein wenig an die Zaubersprüche aus den Kinderbüchern "Hokus, Pokus, Fidibus". 
Aber genau so ist es - fast wie Zauberei!

Im Grunde ist die Handhabung der Mühle keine komplizierte Sache. 

Im Gegenteil, einfach in der Handhabung und grandios im Effekt!

Das Herzstück dieser Getreidemühle ist das Mahlwerk.

Das Mahlwerk besteht aus einem "Hochleistungs" Mahlstein, der aus Korund-Keramik besteht. Korund ist ein ganz besonders Mineral. Es ist das zweithärteste Mineral neben dem Diamanten. Dieses Mineral wird heute mit Keramik verschmolzen und somit entsteht diese Korund-Keramik, die wie man sich vorstellen kann eine enorme Härte hat und quasi unzerbrechlich ist.

Das Mahlwerk der Fidibus kann man von Fein bis Grob leicht verstellen. 
Dazu dreht man einfach den Trichter in die entsprechende Richtung. 
Unterhalb des Trichters befindet sich ein edelstahl Band, welches einen dicken Punkt aufweist. Damit stellt man den Grad ein, der sich unterhalb des Trichters, direkt auf dem Gehäuse der Mühle befindet.

Welcher Mahlgrad der optimale für das Brot ist, stellt man am besten durch einzelnen Versuche fest. Ich selbst habe mich für die Feineinstellung entschieden. Und setzte lieber etwas Knackiges dazu, wie Nüsse oder Sonneblumenkerne.
Eigentlich kann man sagen, besteht der Fidibus aus 4 elementaren Teilen:
  1. Trichter
  2. Skala
  3. Auslauf
  4. Netzschalter
Schaut man in den Trichter hinein, zeigt sich das "Herz" des Gerätes: der Mahlstein.
Mehr braucht es nicht, um ein tolles Mehl zu bekommen!
Hier einige Daten zum Fidibus Medium:
  • Mahlleistung in gr/Min. z.B. bei Weizen: 100 g
  • Trichterfüllmenge in gr. bei Weizen: 850 g
  • Mahlsteine Korund-Keramik: 85 mm
  • Industriemotor mit 360 Watt
  • Gesamtgewicht: 7 kg
  • Höhe: 334 cm
  • Tiefe: 160 cm
  • Breite: 160 cm
  • Garantie: Ganze 12 Jahre!!!
Ich habe mich für diesen Test für mein Lieblingsbrot entschieden: 
Ein Vollkornbrot mit Rübenkraut und Buttermilch
Hierfür benötigt man:
  • 280 g Roggen
  • 280 g Dinkel
  • 350 g Weizen
  • 75   g Gerste
  • 75   g Hafer
  • 140 g Leinsamen  
  • 100 g Sonneblumenkerne
  • 1 EL  Salz
  • 1 Ltr  Buttermilch
  • 250 g Rübenkraut
  • 2 EL  Honig
  • 3       Würfel frische Hefe
Die Körner habe ich gut miteinander vermischt und dann nach und nach in den Trichter eingefüllt. Eingeschaltet und los ging es. Das Mehl war fein und wunderbar gemahlen. Es war so leicht und locker, es machte richtig spass zu zuschauen.

Aufgrund des schräg angesetzten Auslaufes, kann das Mehl optimal in die Schüssel rieseln. 

So geht nichts daneben und alles drum herum bleibt sauber.


Und weiter geht es:
Die Buttermilch im Topf erwärmen (wichtig! nur erwärmen!!!) langsam das Rübenkraut und den Honig zugeben. Darin die Hefe auflösen und das Salz zugeben.
Das Mehl mit Leinsamen, Sonneblumenkernen sowie Sesam gut vermischen und nun die Buttermilch-Mischung zufügen. Alles gut verrühren. Achtung! Der Teig bleibt recht flüssig.
Nun das ganze in die vorbereiteten Formen (mit Butter ausstreichen und mit evtl. Haferflocken oder Sesam bestäuben) - ich nehme immer Kastenformen - füllen.

Nun für ca. 1/2 Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen.
Aber bitte nicht die Temperatur hoch drehen, lieber mehr Zeit geben).

Nun ist das Brot fertig.
Sieht doch gut aus! 
Und schmeckt noch besser!

Man kann hier deutlich sehen, wie schön das Brot geworden ist. Das feine Mehl hat sich wunderbar mit den Sonnenblumen und dem Leinsamen vermischt. Eine dunkle grösche Kruste hat sich gebildet.
Die KoMo Getreidemühle hat wirklich ganze Arbeit geleistet.

  video
Wer sich selbst einmal ein Bild machen möchte und sich über die Produktpalette von KoMo informieren will, der sollte hier einmal vorbeischauen. Für nähere Infos stehen die Mitarbeiter auch gerne zur Verfügung.

Kontakt:
KoMo GmbH
Habitzheimer Straße 14
64853 Otzberg-Lengfeld

KoMo stellt jedoch nicht nur die Fidibus Medium her, sondern auch noch andere Mühlen. Was mich noch besonders reizen könnte, wäre ein Flocker. Hier kann man seine Flocken z.B. fürs Frühstück selbst herstellen. Auch eine besonders gesunde Alternative!
Da wir unser Müsli auch selbst zusammenstellen, wäre so ein Flocker natürlich ebenfalls ideal, um unsere Flocken selbst herzustellen. Vielleicht leicht anrösten und .... lecker!
Schauen wir mal, evtl. zum Geburtstag???


Fazit: 
Wer wirklich gesundes Brot von eigener Hand haben möchte, der sollte wirklich auf eine Mühle zurückgreifen. Mit der KoMo Getreidemühle "Fidibus" kann man nichts verkehrt machen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist wirklich angemessen, zumal man hier auch noch 12 Jahre Garantie bekommt. Die Mühle ist klein und handlich, zugegeben mit 7 kg doch recht schwer, jedoch bewegt man sie ja nicht ständig oder trägt sich mit sich herum. Ein solches Gewicht muss sie jedoch auch haben, damit wird die Standfertigkeit gewährleistet. Auch die Reinigung ist eine unkomplizierte Sache. Einfach ein paar körner auf der Groben Stufe mahlen und schon reinigt sich die Maschine von selbst.

Meine Beurteilung:
Die von mir getestete Gerteidemühle KoMo "Fidibus Medium" beurteile ich in Punkto:
Handhabung - "besonders Empfehlenswert +"*)
Effizienz - "besonders Empfehlenswert +"*)
Leistung - "besonders Empfehlenswert  +" *)
Qualität - "besonders Empfehlenswert +"*)
Reinigung - "besonders Empfehlenswert +" *)

*) Da hier ein besonders Empfehlenswert das Testergebnis nicht genügend wiederspiegelt, vergebe ich hier noch ein + als zusätzliche Wertung!
Bildquellen: KoMo, MC
Video: MC

Kommentare:

  1. Servus Manuela,
    bei uns ist schon viele Jahre eine Fidibus 21 in Verwendung. Ich kann sie mir aus dem täglichen Leben gar nicht mehr wegdenken und kann dein Testergebnis bestätigen. War gerade recht interessant die Details zur Mühle wieder mal zu lesen.

    Liebe Grüße aus Österreich,
    Klarissa

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    1. Ja, sie ist wirklich ganz toll. Ich backe inzwischen fast täglich unser Brot. Auch backe ich inzwischen meine süssen Backwaren mit selbstgemahlenem.
      Einfach phantastisch. So frisch und gut.
      GLG
      Manu

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